D-Junioren : Spielbericht
15.02.2025 10:30 Uhr
TSV Gispersleben | FC Einheit Bad Berka | |||
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3 | : | 1 | ![]() |
(3 | : | 0) |
Spielstatistik
Tore
Nemra AdamAssists
Bela SchlöffelZuschauer
10Torfolge
1:0 (10') | TSV Gispersleben |
2:0 (12') | TSV Gispersleben |
3:0 (35') | TSV Gispersleben |
3:1 (70') | Nemra Adam (Bela Schlöffel) |
Mit einem bunten Mix und einem Debütanten zurück ins Freie
Der Winter zeigte in der Woche vor dem ersten Kick nach langer Zeit unter freiem Himmel noch einmal ungewohnte Ambitionen und es stand lange nicht fest, ob wir überhaupt würden spielen können.
Da die Absagenflut ein paar Etagen weiter oben, in der Regionalliga der Herren, aber bereits zugeschlagen und dem FC Rot-Weiß Erfurt das Auswärtsspiel beim FSV Zwickau verhagelt hatte, sorgte deren kurzfristig auf dem Gisperslebener Platz angesetztes Freundschaftsspiel gegen den VfL aus Halle für einen von Eis und Schnee befreiten Platz im Erfurter Norden und wir konnten die Stiefel doch schnüren.
Im Kader fand im Vorfeld neben dem Schnee- ein ebenso buntes Treiben statt, was sich in einer Reihe geplanter und ungeplanter Absagen, sowie die dadurch bedingte Rückkehr einiger bekannter Gesichter und dem Debüt für einen Neuzugang abbildete.
Ganze sechs Spieler mussten aus verschiedenen Gründen passen und so kam auch Neuzugang Janek, der vom FC Saalfeld zu uns stoßen und unser Team auf der Torwartposition verstärken wird, direkt zu seinem ersten Einsatz über die volle Distanz.
An Lennie und Roman aus der D2 geht unser besonderer Dank – ohne die beiden und ihre kurzfristige Bereitschaft hätten wir die volle Mannschaftsstärke an dem Tag nicht erreicht.
Auf dem verkürzten Großfeld ging der Gegner, der in seiner Kreisliga-Staffel eine gute Rolle spielt und auf den Staffelsieg schielt, vom Anpfiff weg voran und stellte unserer so natürlich nicht eingespielten Formation einige Aufgaben. Über ihre offensichtlich viel bespielte Achse kamen die Gisperslebener häufig durch unsere Reihen und mit den wenigen Ballgewinnen wussten wir nach vorne noch nicht so viel anzufangen.
Zudem bereitete das Spiel mit der Abseitsregel unseren Passgebern und –empfängern einige Probleme, was zu häufigen Pfiffen des Schiris und einfach gewonnenen Bällen für die Gastgeber führte. Die Jungs waren aber auf einem guten Weg, läuferisch auf der Höhe und wussten sich zu wehren – für uns ging es an dem Tag nicht so sehr um spielerischen Glanz als vielmehr ums Einlaufen und um die Entwöhnung von den warmen Hallen.
Das 1:0 für Gispersleben schließlich fiel nach einer unglücklichen (Nicht-) Abstimmung in unserer letzten Reihe und war zu dem Zeitpunkt aufgrund der höheren Spielanteile und besseren Abläufe nicht unverdient (10.). Dass wir allerdings gleich zwei Minuten später über einen Eckball das 2:0 kassierten und einfache Deckungsaufgaben nicht gelöst bekamen, war mindestens unnötig (12.).
Auf der Haben-Seite landete aber, dass die Mannschaft nicht zusammenfiel, sondern im Rahmen der Möglichkeiten weiter versuchte, das eigene Spiel zu finden und auch ab und an vor dem Tor der Erfurter auftauchen konnte. Neuzugang Janek präsentierte sich zudem aufgeweckt und selbstbewusst. Mit wachem Auge und gutem Stellungsspiel entschärfte er weitere aussichtsreiche Aktionen des Gegner.
Leider nahmen wir mit dem Halbzeitpfiff auch noch das dritte Gegentor mit in die Kabine, als erneut nach einem Eckball ein Erfurter staunend und völlig unbedrängt einschieben konnte (35.); ärgerlich.
Für die zweite Hälfte wurde das Gebilde umgebaut – mehr Entlastung nach vorne und ein wenig mehr Kreativität im Aufbauspiel sollte es sein und gerne auch ein geschickterer Umgang mit der Abseitsregel.
Die Jungs setzten die Hinweise ganz gefällig um. Die gewonnenen Bälle fanden häufiger einen kontrollierten Weg zum Mitspieler und die Gisperslebener, die, auch bedingt durch ihre Wechselei, etwas den Faden verloren, fanden sich zunehmend in der Defensive wieder.
Für die große Gefahr nach vorne konnten wir zwar nicht sorgen, haben aber mit mehr Spielanteilen und flüssigerem Zusammenspiel zumindest einen deutlich besseren Ansatz verfolgt als in noch in Durchgang eins. Nach hinten ließen wir so gut wie nichts mehr zu und zur Belohnung gelang Adam N. wenige Augenblicke vor dem Spielende nach energischem Nachsetzen der Ehrentreffer zum 3:1, der uns zumindest von einer gewonnenen zweiten Hälfte sprechen lassen konnte (70.).
Ein insgesamt und unter den Umständen ordentlicher Auftritt, mit dem wir die Rückkehr auf das freie Feld eingeläutet haben, wo wir uns weiter auf den Rückrundenauftakt in Teichel vorbereiten werden.
Einige Hartgesottene blieben nach dem Umziehen noch ein Weilchen und sahen dem FC Rot-Weiß Erfurt bei seinem teils ebenfalls mühevollen Auftritt gegen den VfL Halle 96 zu, der mit 1:4 verloren ging und dem Team bis zum Thüringenderby am nächsten Wochenende noch einige kurzweilige Trainingsheinheiten bescheren dürfte.
Kader:
1 Janek, 2 Roman, 5 Emil C., 8 Lennie, 10 Béla, 11 Oskar, 12 Niklas, 13 Adam N.
Quelle: SK